Samstag, 19. April 2014

Frohe Ostern!

Die Friedenauer Schreibstube 
wünscht allen Leserinnen und Lesern 
frohe Ostern und schöne Feiertage!

Foto: Gabriele Sikorski

Mittwoch, 16. April 2014

Als Dozentin unterwegs ... Sprichwörter

Was für eine hübsche Idee! Sprichwörter werden verdreht und neu kombiniert. Es ist erstaunlich, welch tiefe Wahrheit manchmal in den vertauschten Formulierungen liegt. Link zum Sprichwortrekombinator

Unerreicht allerdings ist immer noch die Kreation meiner Schulfreundin Bärbel, die dereinst sprach:
"Das ist der Funke, der das Fass zum Überlaufen bringt."

Foto: Gabriele Sikorski
In meinen Schreibkursen und Workshops arbeite ich gern zum Warmup oder zur Auflockerung zwischendurch mit Sprichwörtern. Woher kommen sie? Was bedeuten sie?
Sprichwörter und Redewendungen sind gelebte Sprachgeschichte und vielleicht deshalb so beliebt. Schon lange und ebenfalls sehr gern entwickle ich Übungen mit verballhornten Sprichwörtern - und verwende dafür eine Art analogen Sprichwortrekombinator: Man schreibt ein Sprichwort oder eine Redewendung in zwei Teilen auf und setzt sie dann neu zusammen: "Wer andern eine Grube gräbt, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Oder "Morgenstund ist aller Laster Anfang."

Eine andere Übung besteht darin, dass man versucht, einen ähnlich klingenden Begriff für den inhaltlichen Kern eines Sprichworts zu finden, oder man vertauscht Wortanfänge.

Hier ist also Kreativität gefragt! "Sich sägen bringt Regen.", oder: "Was lange gärt, wird endlich Wut!", sind einige der bekanntesten Kreationen. Im nicht nur für Deutsch-Lehrkräfte sehr empfehlenswerten Portal "Deutsch und deutlich" findet man Arbeitsblätter hierzu. Hier ist ein sehr schönes:

No. 1 in meinen Kurs-Charts ist zurzeit: "Ewig währt am längsten.", gefolgt von "Der Scheck heiligt die Mittel."

Und wer sich nun so richtig dafür interessiert - es gibt ein Portal für Redensarten mit einem richtig guten Quiz in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Link zum Redensarten-Index:


Mittwoch, 9. April 2014

Neues aus der Schreibstube

Der Winterschlaf ist endlich beendet - mit dem Grün sprießen auch neue Ideen, und nach einem zwar äußerlich sehr milden und ruhigen, aber für mich sehr lebhaften Winter mit viel Arbeit geht es nun auch im Blog endlich weiter!

Die Nachrichten des Tages: 

Neue Würstchenschrift! Sie wurde geliebt von allen Hobbydesignern, die gern mal 'ne Geburtstagskarte oder ein Kitafest-Plakat entwerfen - die Schrift "Comic Sans". "Sans" steht für "ohne", und das bedeutet, wie immer bei Schriften: "ohne Serifen". Serifen sind wiederum die kleinen Beinchen an den Buchstaben, so wie hier. Dies hier ist "Times", eine Serifenschrift.
Ich hab sie seinerzeit, als ich sie kennenlernte, "Würstchenschrift" getauft - wegen der auffälligen Rundungen an den Buchstabenabschlüssen - als hätte man die Buchstaben aus langen Wienern gelegt. Comic Sans war absolut verhasst bei den Profis, und ich als ambitionierter Halbprofi mochte sie ebenfalls nicht. Vielleicht weil sie so sehr nach kindlichem Gekrakel und so wenig nach seriösem Schriftbild aussah? Nun also gibt's "Comic Neue". Hier könnt ihr sie euch, natürlich kostenlos, runterladen und selbst sehen, ob sie euch gefällt: 


Link zu Comic Neue

Das komplette Team am Set - Foto: Gabriele Helbig
Die Schreibstube auf Achse
Gestern durfte ich mal wieder Regie führen, und zwar für einen kleinen Imagefilm, zusammen mit einem der begabtesten, freundlichsten und vernünftigsten jungen Kameramänner, die ich kenne: Moritz Kerst. Weitere Infos folgen!