Sonntag, 30. September 2012

Out of Friedenau - die Schreibstube unterwegs

Tag der Offenen Tür in den Ministergärten
Nur ein paar Schritte vom Potsdamer Platz liegt eine Straße, in der gleich mehrere Landesvertretungen zu Hause sind: In den Ministergärten heißt dieser Ort, wo zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober die Türen weit geöffnet sind für Gäste. 
Das macht richtig Spaß, denn man kann nicht nur bei freiem Eintritt sieben architektonisch interessante Landesvertretungen besichtigen - sogar die Dachterrasse der rheinland-pfälzischen Vertretung mit wunderbarer Aussicht über Berlins Mitte! - sondern man kann Informationen über die Länder bekommen, ein bisschen Kulturprogramm genießen und regionale kulinarische Spezialitäten zu günstigen Preisen probieren. Für das Amüsement der Kinder ist ebenfalls gesorgt!
Wer den Feiertag etwas abseits des großen Trubels in angenehmer Gesellschaft verbringen möchte, um selbst mal was Neues zu sehen oder Berlingäste herumzuführen, der ist hier bestens aufgehoben!

Samstag, 29. September 2012

Schreibcafé und Kulturstammtisch!

Am Montag, 1. Oktober findet wieder unser Kulturstammtisch im Restaurant FreiRaum statt. Hier treffen sich Kulturfans, Kreative und Kunstschaffende aller Richtungen zum lockeren Gespräch in angenehmer Runde über Tipps, Events, Projekte und Ideen rund ums Berliner und Brandenburger Kulturleben. Eintritt frei - alle Gäste sind herzlich willkommen! Selbstverständlich kann man Visitenkarten und Flyer mitbringen, um eigene Kunstprojekte vorzustellen.

Vor dem Kulturstammtisch gibt es das Schreibcafé: Textambulanz und Manuskript-Kurzberatung für alle, die schreiben müssen oder möchten - von der Bewerbung über den Flyertext bis zum Behördenbrief. (Kostenbeitrag: 5 Euro je Text und Kurzberatung, kleiner Softdrink inklusive)

Weitere Informationen unter: sikorski@kulturspirale.de oder 030 33 77 28 32.

Hier die genauen Infos:

Montag, 1. Oktober 2012
ab 17:00 Uhr: Schreibcafé
ab 19:00 Uhr: Kulturstammtisch
Restaurant FreiRaum
Beckerstraße 12 in 12157 Berlin-Friedenau


Sprachgeschluder

(Aus einer Online-Rezension über den Roman DIE ERDFRESSERIN)

Link zu www.literaturkritik.de
... "Feinfühlig, beinahe psychologisch geschult verdichtet Rabinowich das Dickicht dieses Schicksals, in das vermutlich nicht nur von ihr gedolmetschte Therapiesitzungen einflossen, sondern auch das Schicksal der irischen Sängerin Sinéad O’Connor durchaus Pate gestanden haben könnte. Außerdem lassen sich intertextuelle Bezüge zu Dostojewskis „Idiot“ und „Schuld und Sühne“ sowohl auf der thematischen als auch motivischen Ebene feststellen. Die Sprache des Romans zeichnet sich durch Leichtigkeit und Lebendigkeit aus.  ..."

Nun, das lässt sich von dieser Rezension nicht gerade sagen. Jedenfalls kann ich mich nicht für das verdichtete Dickicht dieses Schicksals begeistern. Und viel Lust, das Buch zu lesen, hab ich jetzt auch nicht mehr.

Freitag, 28. September 2012

Das alte Thema: DASS oder DAS?

Die deutsche Sprache hält für ihre Fans viele Herausforderungen bereit - aber die größte von allen scheint die Frage zu sein, ob man DASS oder DAS schreibt. Selbst Profischreiber haben damit Probleme. Ich kenne Journalisten, die mit Trefferquoten unter 25 Prozent arbeiten. Dabei lässt sich diese Frage nicht nur logisch, sondern auch ziemlich kurz beantworten. Hier die ultimative Erklärung:

Das kleine Wörtchen DAS ist von der Wortart her
1. ein bestimmter Artikel - Beispiel: das Haus 
2. ein Demonstrativpronomen - Beispiel: Das ist toll!
3. ein Relativpronomen - Beispiel: Ein Kind, das lacht, freut sich.

Für alle diese Wortarten gilt: Sie haben irgendetwas mit Substantiven (oder Nomen oder Hauptwörtern oder Dingwörtern) zu tun. Deshalb kann man statt DAS auch dies(es), jenes oder welches einsetzen:

Beispiel: 
das Haus - dieses Haus
Das ist toll! - Dies ist toll!
Ein Kind, das lacht, freut sich. - Ein Kind, welches lacht, freut sich.

Man ersetzt also Artikel bzw. Pronomen durch ein anderes Pronomen. Wenn man NICHT dieses, jenes oder welches einsetzen kann, muss DASS mit "ss" geschrieben werden.
Denn: DASS ist eine Konjunktion - ein Bindewort. Es verbindet einen Hauptsatz mit einem Nebensatz.

Beispiel: Ich bin sicher, dass Sie diese Regeln kapieren. 
"Ich bin sicher" ist der Hauptsatz, "dass Sie diese Regeln kapieren" ist der Nebensatz. 

DASS kann man nicht durch dieses, jenes oder welches ersetzen. DASS ist nämlich eine ganz andere Wortart als DAS. Wenn man sich das klarmacht, dann muss man nur noch prüfen, ob man dieses, jenes oder welches einsetzen kann. Und schon wird alles ganz einfach: Dieses, jenes oder welches = das.

Und dass Sie das im Nullkommnix verstehen würden, das hab ich schon vorher gewusst!

Donnerstag, 27. September 2012

Neues aus der Texterei

Wie halten Sie's denn mit der Vulgärsprache? - Ein schöner Artikel über Zoten und andere sprachliche Sauereien inkl. Buchempfehlung!

Artikel auf SPON

Offenbar wirklich nur in den deutschsprachigen Ländern wird die Fäkalsprache bevorzugt, wenn's ans Schimpfen und Fluchen geht. Ansonsten herrscht in Europa eine sexualisierte Sprache in der Auseinandersetzung vor, sogar bei den ansonsten eher distanzierten Briten. Warum das so ist, dafür gibt es ein paar Theorien, von denen sich allerdings keine beweisen lässt. Aber es macht ja eigentlich nichts, wenn wir hier endlich mal originell sind! 

Und ein Gutes hat die Sache außerdem: Bei uns ist die Vulgärsprache deutlich weniger frauenfeindlich als woanders - denn die Fäkalsprache ist weitgehend geschlechtsneutral.


Kulturtipps für Friedenau


Die Wilden 13 Kalender 2013

Cooler Tipp für heiße Herzen: 
Der Kalender "Die wilden 13" feiert Premiere: 

Freitag, 28. September 2012 
um 19:00 Uhr 
in der PopArt Galerie 
am Friedrich-Wilhelm-Platz
Bundesallee 79 in 12161 Berlin. 

Das längst überfällige Thema: deutsche und internationale Revolutionärinnen und Revolutionäre - von Rudi Dutschke (Titelbild) bis Ferdinand Lassalle. Neben Utz Benkel, dem Initiator dieses einmaligen Projektes, haben sich Karoline Koeppel, Elena Kiseleva, Andreas Raub und viele andere bekannte Künstlerinnen und Künstler beteiligt. Zur Vernissage am 28.09.12 werden einige von ihnen erwartet. 

Also, Leute, genug der Lippenbekenntnisse! Hier könnt ihr tatkräftig ein innovatives, künstlerisch wertvolles, revolutionäres Projekt unterstützen - wo gibt es das heutzutage noch? Und ... ein schönes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten!

Mehr Infos und einen kleinen Vorgeschmack auf die toll gestalteten Kalenderblätter gibt es hier: Link zur PopArt Galerie - Die wilden 13

Montag, 24. September 2012

Kulturtipps für Berlin

Hoch spannend!

Im "Operationsgebiet": Die Stasi im Westen - Zeitzeugengespräch und Film
Ein Abend über die Arbeit der Stasi in der Bundesrepublik und West-Berlin - die so genannte Auslandsspionage, die von der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) geleitet wurde. Es ging oft um Wirtschaftsspionage und um die Beobachtung von öffentlichen Einrichtungen und Regierungsbehörden. Als "Kundschafter des Friedens", wie sich die Agenten selbst bezeichneten fungierten auch Bundesbürger bzw. Bundesbürgerinnen, von der Bundestagssekretärin, die auf einen so genannten "Romeo" hereinfiel bis zu abenteuerlustigen Behördenmitarbeitern und politischen Beamten. 

Ort und Zeit:
Dienstag, 25.09.2012, BStU, Zimmerstraße 90, 10117 Berlin
Eintritt kostenlos!

Hier geht's zum Programm:
inkl. Stasi-Lehrfilm und Diskussion mit Ex-Spionen und Betroffenen ...

Dienstag, 18. September 2012

Out of Friedenau - die Schreibstube unterwegs

Für Berlinerinnen, Berliner und ihre Gäste: der heißeste Tipp, seit es Philharmoniker gibt. Endlich wieder Lunchkonzerte im Foyer der Berliner Philharmonie, und zwar jeden Dienstag, immer um 13:00 Uhr - immer kostenlos. Für die Mittagspause, für den angenehmen Unterbruch zwischen Stadtrundfahrt und Museum. Und natürlich für alle, die sonst nicht in die Philharmonie kommen. Wir empfehlen, spätestens gegen 12:00 Uhr einzutreffen, da die Besucherzahl aus Sicherheitsgründen limitiert ist.
Zu den durchweg hochklassigen Kammerkonzerten gibt's lecker was zu essen (Lunch!) und was zu trinken. Ein Besuch lohnt sich, schon allein, um mal das wunderschöne Foyer der Philharmonie im musikalischen Einsatz zu genießen: Tolle Stimmung und ein echtes Erlebnis! Hingehen und genießen ...

Hier der Link: http://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/lunchkonzerte

Samstag, 15. September 2012

Lieblingsclips

Ach, du liebes Lieschen! - Die Sparda Bank als Weltmeister des Trash? Oder hatte hier etwa eine PR-Agentur eine ganz tolle, neuartige Idee? Heißt die Agenturchefin womöglich Bettina Wulff? Marketing mal anders? Was auch immer: Irgendwas ist hier jedenfalls ganz gewaltig falsch gelaufen ...



Wir sind ein wenig ratlos - aber amüsiert haben wir uns trotzdem! Und unser Mitleid mit den Mädchen hält sich in sehr engen Grenzen ...

Donnerstag, 13. September 2012

Neues aus der Texterei


Leider wurde diese Suchanzeige einer Berliner WG inzwischen gelöscht. Schade - ich hätte mich gern gemeldet, um wenigstens einmal in der WohnKüche rumzusitzen. Aber bestimmt treffen wir uns mal auf einer politisch-kritischen Veranstaltung oder beim Nachdenken!

"Wir verorten uns anarchistisch / linksradikal / (pro) queer-feministisch / anti-patriarchal und leben vegan. Auf struktureller Ebene sind wir alle unterschiedlich positioniert, d.h wir profitieren bzw. sind negativ von verschiedenen MachtStrukturen betroffen: hier wohnen sowohl weiblich als auch männlich erstsozialisierte Personen, einige haben einen Mittelklassebackground und andere haben Klassenwechsel erlebt. Eine Person ist negativ von Rassismus betroffen und die anderen drei sind weiß positioniert. Wir setzen uns alltäglich auseinander u.a mit Themen wie Privilegien, Support, Awareness, sensibles Miteinander, Gender – (queer) Feminismen, weißSein, Rassismus, Adultismus, Gewaltfreie Kommunikation etc. Jede_r von uns ist jeweils verschieden weit in den Themen drin und steckt in unterschiedlichen Prozessen.
Wir machen mind. 1 pro Woche einen WG-Abend/Plenum, bei dem wir uns Zeit nehmen emotionale, soziale, organisatorische und andere präsente Themen zu besprechen. Wir versuchen mitfühlend und bedürfnisorientiert miteinander umzugehen. Wir sitzen öfter in der WohnKüche rum, redend, kochend, essend und gehen öfter zu politisch-kritischen Veranstaltungen, denken über Aktionen und Interventionsmöglichkeiten nach."

Leute, ihr wisst echt, wie man sich amüsiert!


Dienstag, 11. September 2012

Out of Friedenau - die Schreibstube unterwegs

Am kommenden Donnerstag, 13. September 2012, gibt es ab 16:00 Uhr im Englischen Garten  am Berliner Tiergarten was zu feiern:

1 Diamond Jubilee, nämlich das 60. Thronjubiläum von Queen Elizabeth

und 
1 Geburtstag, nämlich der 60. des Englischen Gartens.

Aus diesem Anlass gibt es ein prima Programm mit viel Musik, Partystimmung, einer Baumpflanzung, prominenten Gästen und einem großen Schlussfeuerwerk. Der Eintritt ist kostenlos. Das Teehaus bietet Speisen und Getränke zu zivilen Preisen. Wir sind dabei und freuen uns auf einen wunderbaren Nachmittag mit Gurkensandwiches, Tee und guter Laune!

(... übrigens auch eine schöne Idee für Berlin-Gäste!)

Hier sind weitere Infos:
Link zum Teehaus im Englischen Garten


Montag, 10. September 2012

Kulturtipps für Berlin


Die internationale Kunstszene trifft sich vom 11.-16. September in Berlin zur BERLIN ART WEEK, und im Rahmen dieser Kunstwoche gibt es auch wieder die PREVIEW BERLIN ART FAIR, eine Kunstmesse mit Werken aus Berliner Galerien, von Berliner Künstlern und in Zusammenarbeit mit Hochschulen, wo bildende Künstler aller Richtungen ihre Werke präsentieren.

Alle, die sich für die äußerst lebendige Berliner Kunstszene interessieren, können hier vom 13. bis 16. September die Werke etablierter Künstler und hoffnungsvoller Newcomer betrachten, Entdeckungen machen und Kunst erwerben.

Zur Eröffnung am Donnerstag, 13. September, ist von 18 bis 22 Uhr der Eintritt frei!

Ort: Hangar 2 - Flughafen Berlin-Tempelhof
Columbiadamm 10
12101 Berlin

Link zu PREVIEW BERLIN

Samstag, 8. September 2012

Neues aus der Texterei - Tag der deutschen Sprache 2012

Heute ist Tag der deutschen Sprache - eine gute Gelegenheit, mal mit ein paar Missverständnissen aufzuräumen, die mir als Lektorin im Gespräch mit schreibenden Menschen immer wieder begegnen:

1. Missverständnis: Die deutsche Sprache, das sind Goethe und Schiller! Danach kamen nur noch Nichtskönner - einzige Ausnahme evtl. Thomas Mann.
Dieses Argument kommt meistens von Leuten, die entweder noch nie oder in den letzten 60 Jahren nicht mehr Goethe und Schiller gelesen haben. Merkwürdigerweise lehnen es manche rundweg ab, moderne Autoren (seit ca. 1900) überhaupt zu lesen. Mir begegnen sogar immer mehr Menschen, die schreiben wollen und generell nicht lesen. 
Schrecklich! Merke: Wer erfolgreich schreiben will, muss das Lesen lieben, den Literaturmarkt beobachten, sich mit der Konkurrenz beschäftigen und in der Lage sein, Qualität bei anderen zu erkennen.

2. Missverständnis: Die deutsche Sprache verarmt.
Kann ich so nicht unterschreiben. Welche deutsche Sprache will man hier zur Grundlage nehmen? Die des 18. Jahrhunderts (s.o)? Seitdem hat sich unsere Sprache stark verändert - fürwahr! Aber Veränderung heißt nicht Verarmung, und tatsächlich sind in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten viel mehr neue Wörter in die deutsche Sprache hereingekommen als verschwunden. Unser theoretisch möglicher Wortschatz wird also ständig größer, und wir können durch unser Sprachverhalten selbst dazu beitragen, dass Wörter bekannt bleiben, oder wir können bestimmte Wörter dem Vergessen entreißen, indem wir sie weiter verwenden. Wer kennt heute noch Begriffe wie Tornister, Hagestolz oder blümerant?

3. Missverständnis: Ich muss kompliziert formulieren, damit die Leser sehen, wie gut ich die Sprache beherrsche. Das nennt man dann einen guten Stil. 
Nicht nur bei Autoren, sondern auch in Schule und Universität beliebte Argumentation, um schwer verdauliche Texte zu rechtfertigen. Ganz übel! Wer seine Sprache beherrscht, ist auch in der Lage, sich einfach, klar und verständlich auszudrücken. Und ein eigener Stil entwickelt sich durch ständiges Nachdenken und Schreiben, nicht durch die Verwendung von Schachtelsätzen. Will ich angeben oder will ich verstanden werden?

4. Missverständnis: Das Wichtigste für die deutsche Sprache sind korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
Nein! Das Wichtigste ist der Inhalt und das, was ich ausdrücken möchte. Rechtschreibung und Grammatik sind Handwerksmittel, die es erleichtern, Inhalte zu vermitteln. Das wird oft vergessen, so dass Grammatik und Rechtschreibung - nicht nur im Deutschunterricht - zum Selbstzweck werden. Besonders unerfahrene Autoren neigen dazu. Es nützt nichts, wenn ich einwandfrei formulieren und fehlerfrei schreiben kann. Auf den Inhalt kommt es an! Fehler lassen sich korrigieren, wenn die Geschichte stimmt. Aber die Aneinanderreihung korrekt geschriebener Wörter ergibt noch lange keine Geschichte. 

Wer sich wirklich aktiv für die Pflege der deutschen Sprache einsetzen möchte, sollte mehr lesen, mehr schreiben, mehr zuhören und mehr sprechen. Denn die beste Werbung für unsere Sprache sind - wir!

Donnerstag, 6. September 2012

Schreibtipps aus der Schreibstube

Viele, die schreiben, haben ein Problem: Sie brauchen jemanden, der ihren Text wohlwollend und sachkundig liest und ihnen zeigt, wo und wie ein Text optimierungsbedürftig ist. Dabei geht es um Rechtschreibung und Zeichensetzung, um Inhalt und Ziel eines Textes, aber auch um generelle Grundlagen des professionellen Schreibens, zum Beispiel um Stilregeln. Besonders wenn eine Veröffentlichung geplant ist, empfiehlt es sich, diese Regeln kennenzulernen und zu befolgen.

Entgegen der landläufigen Meinung haben diese Regeln nichts mit dem persönlichen Geschmack des Lesers, sondern schlicht mit Handwerk zu tun. Selbst Profis brauchen Lektoren, die ihnen inhaltlich und stilistisch auf die Sprünge helfen, umso mehr die große Schar der Hobbyschreiber. Freunde und Verwandtschaft sind zwar meistens die ersten, aber nicht immer die besten Ratgeber. Das gilt sogar für viele DeutschlehrerInnen, die oft nicht wissen, welche stilistischen Anforderungen für Profischreiber gelten. Warum also nicht mal ein E-Lektorat ausprobieren?

Neben den kostenlosen Online-Rechtschreibprüfungen, von denen in diesem Blog bereits die Rede war: http://friedenauer-schreibstube.blogspot.de/2012/05/schreibtipps-aus-der-schreibstube.html - gibt es auch einige Angebote für kostenlose E-Lektorate. Ich stelle zwei Angebote vor, die mir gut gefallen haben:

Hier werden Texte auf Füllwörter untersucht. Der korrigierte Text erscheint in einem zweitem Fenster.
Textmenge: unbegrenzt (Empfehlung: Texte seiten- oder maximal kapitelweise eingeben!)
Besonders gut: große Anzahl möglicher Füllwörter (variabel einzustellen)
Der Testsatz: Auch Heini hatte also irgendwie doch noch ein bisschen Zeit.
Das Ergebnis: (Auch) Heini hatte (also) (irgendwie) (doch) noch ein bisschen Zeit.
Fazit: prima Angebot für ambitionierte Schreiber - übersichtlich, mit ausführlicher Beschreibung und zusätzlichen Schreibtipps!


Letter Factory
Ebenfalls Suche nach Füllwörtern. Man kann unter verschiedenen Varianten wählen und Füllwörter markieren, streichen oder durch xxx ersetzen lassen. Das ist sehr nützlich! Der korrigierte Text erscheint im Eingabefenster.
Textmenge: unbegrenzt (Empfehlung:Texte seiten- oder kapitelweise einzugeben!)
Besonders gut: Man kann zusätzlich zu den gelisteten Füllwörtern (weniger als beim Schreiblabor) eigene Wörter eingeben - das ist nützlich, wenn man seine Macken kennt und weiß, welche Wörter man allzu gern und allzu oft verwendet. 
Der Testsatz: Auch Heini hatte also irgendwie doch noch ein bisschen Zeit. 
(Zur Bearbeitung gewählt: Markierung xxx)
Das Ergebnis: xxx Heini hatte xxx xxx xxx noch ein bisschen Zeit.
Fazit: gutes Angebot, das einige Kenntnisse voraussetzt, daher eher für versierte Schreiber. 

Die Suche nach Füllwörtern lässt sich natürlich leicht online vollziehen. Alle anderen Aspekte eines Lektorats (z. B. Wiederholungen, inhaltliche und logische Fehler, Verständlichkeit) kommen bei kostenlosen Online-Angeboten naturgemäß zu kurz. Die Textart - literarisch, wissenschaftlich, berufsbezogen? - spielt ebenfalls eine Rolle. 

Am zuverlässigsten ist das individuelle Lektorat inklusive Beratung durch einen sachkundigen, kollegialen Profi und sinnvollerweise verbunden mit einem Korrektorat. Wer mehr darüber wissen will - einfach die Friedenauer Schreibstube kontaktieren: Telefon 030 33772832 oder E-Mail: info@kulturspirale.de

Mittwoch, 5. September 2012

Lieblingsclips



Sesamstraße - Geheimwissen
... und am Donnerstag geht es wieder mal um ein bisschen Geheimwissen aus dem Lektoratsbüro - Tipps für Autorinnen und Autoren zum Thema E-Lektorat


Dienstag, 4. September 2012

Dürerkiez und Malerviertel - das Cranach-Dinner

Am Samstagnachmittag, 8. September 2012, feiert der Dürerkiez eine große Nachbarschaftsparty: das Cranach-Dinner. Gemeinsam essen, trinken, reden, lachen, spielen ... alle sind herzlich eingeladen!

Auf einer langen Tafel werden kulinarische Sensationen, kleine Köstlichkeiten, Kuchen und andere Leckereien präsentiert - und das Schönste: Jeder kann zum Gelingen der Kiezparty beitragen.


Alle Gäste bringen selbst ihre Speisen mit, ebenso Stühle, Tische, Geschirr (bitte kein Einweg!) und Getränke. Ab 14.00 Uhr sind auf dem Bürgersteig der Cranachstraße zwischen Dürerplatz und Beckerstraße die Tische gedeckt. 

Die Schreibstube ist natürlich dabei - auf gute Nachbarschaft!


Montag, 3. September 2012

Kulturtipps für Berlin!

Neues aus der Mendelssohn-Remise
Ab 13. September lädt die Mendelssohn-Gesellschaft jeden Donnerstag um 16.30 Uhr zur "Teestunde".
Bei freiem Eintritt gibt es ein wechselndes Programm mit Lesungen, Konzerten und Führungen. Zum Start liest die Schauspielerin und Regisseurin Blanche Kommerell aus Werken von Hermann Hesse, begleitet von Wolfgang Bender (Violine).

Vorher oder im Anschluss sollte man sich einen Gang durch die Ausstellung über die Familie Mendelssohn gönnen!

Adresse: Jägerstraße 51, 10117 Berlin-Mitte
Link zur Mendelssohn-Remise