Montag, 30. Juli 2012

Die Schreibstube unterwegs - der Olympia Express rollt durch Westfalen

Tolles Stück, tolle Schauspieler, toller Abend! Eine Zeitreise mit dem Preußenzug der Museumsbahn Minden zurück ins Jahr 1912: großartige Dialoge mit Humor und Pep, eine liebevoll witzige Regie mit vielen Gags und Überraschungen, von der Tanzeinlage bis zur Präsentation aktueller und vergangener Sportarten, z. B. Tauziehen der Damen, Fechten, Turnen. Das war ein rundum gelungener Theaterabend, auch dank des großartigen Engagements der Mindener Sportvereine und der Museums-Eisenbahn Minden. Im Fahrpreis ist sogar ein leckeres, kleines Imbissbüfett enthalten, so dass man sich zwischendurch noch stärken kann.

Und ja: Wir wollen, dass Minden endlich Olympiastadt wird. Der Einmarsch der Athleten ins Olympiastadion Meißen war Gänsehaut pur. Ganz ohne Doping und Superzeitlupe gelang es nicht nur den großen und kleinen Sportlern, sondern auch den gut aufgelegten Schauspielern, das Publikum bestens zu unterhalten und zu begeistern. 





Und hier geht's zur Kritik im Mindener Tageblatt: http://www.mt-online.de/lokales/kultur/6915782_Olympia-Express_ist_eine_grossartige_Show.html



Freitag, 27. Juli 2012

Der Olympia Express in Minden




Toller Artikel im Mindener Tageblatt! Und morgen ist Premiere des neuen Stücks des Friedenauer Autors Chris Kurbjuhn, der selbst die Hauptrolle spielt.

Der Olympia Express in Minden steht schon unter Dampf!

Die Friedenauer Schreibstube wünscht Toi-toi-toi!

Dienstag, 24. Juli 2012

Neue Rechtschreibung - kein Problem! (4)

Heute eine sehr einfache Änderung: Wortverbindungen mit dem Verb (Tätigkeitswort) "sein" werden getrennt geschrieben. Dies schließt natürlich auch sämtliche Verbformen ein, wie beispielsweise "war, gewesen". Hier hat man eine sehr einprägsame eindeutige Regelung geschaffen. Das hört und liest sich jedenfalls schon mal sehr einfach.
Schwierigkeiten gibt es vor allem dann, wenn "sein" nicht als Verb, sondern als Nomen (Hauptwort) verwendet wird. Dann kommen viele, auch versierte Schreiber ins Grübeln. In diesem Falle ist nicht nur die Großschreibung, sondern auch die Zusammenschreibung angesagt. Unser Zusammensein, mein Hiersein ... das ist stilistisch nicht immer der große Wurf, aber korrekt. Trotzdem gibt es immer noch Zweifelsfälle.
Für die Olympischen Spiele gilt: Dabei sein ist alles! Oder heißt es: Dabeisein ist alles?
Tatsächlich sind hier beide Schreibungen erlaubt. Denn man kann nicht klar erkennen, ob es sich um ein Verb oder um ein Nomen handelt.
Übrigens gibt es eine Wortverbindung mit dem kleinen Wörtchen "sein", in der ebenfalls die Zusammenschreibung erlaubt ist, wobei hier das zweite Verb nachgestellt wird. Es handelt sich um "seinlassen" (mit Betonung auf dem "sein"), und zwar nur in der Bedeutung "etwas nicht tun". Sie wollten ihn Sieger sein lassen - hier muss getrennt geschrieben werden.
Um diese kleine Ausnahme kümmere ich mich nicht. Ich empfehle in allen Fällen und der Einfachheit halber die Getrenntschreibung von Wortverbindungen mit dem Verb "sein".


Donnerstag, 19. Juli 2012

Neues aus der Texterei

Aus aktuellem Anlass:
"Die Olympiade beginnt am 27. Juli 2012." So liest man's hier und dort und ständig, aber es ist falsch. Eigentlich. Denn korrekt müsste es heißen: Die Olympischen Spiele beginnen am 27. Juli 2012, die Olympiade hat schon am 1. Januar 2012 begonnen, denn die Olympiade beginnt immer am 1. Januar. 
Häh?, werdet ihr fragen, wenn ihr aus Süddeutschland kommt, und noch mal für die Berlina: Wat?
Hier die Aufklärung: Das Wort OLYMPIADE bezeichnet die Zeit zwischen den Olympischen Spielen. In der griechischen Antike war das die Grundlage der Zeitrechnung. Seit der Neubegründung der Olympischen Spiele beginnt die Olympiade immer am 1. Januar des Jahres, in dem die Olympischen Spiele (Sommerspiele) stattfinden.

Das also ist die Theorie, die wie alle treuen Freunde ahnen, grau ist. 
Denn - und hier kommt nun die Begründung für das "Eigentlich" im ersten Absatz: Irgendwann in den letzten 25 Jahren haben die Sprachwissenschaftler resigniert. Der Begriff wurde so oft falsch verwendet, dass man ihn mittlerweile sogar mit dem Segen des Duden als Synonym für die Olympischen Spiele verwenden darf.

Dienstag, 17. Juli 2012

Donnerstag, 12. Juli 2012

Neue Rechtschreibung - kein Problem! (3)

Das Ende der großen Verwirrung - "ß" oder "ss"?
Heute habe ich hervorquellenden Auges in meinen Blogstatistiken gelesen, dass ich beängstigend viele Klicks über die gemeinsamen Suchbegriffe "Straße, neue Rechtschreibung" bekomme. Aha ...
Also, ihr Lieben, Fans der deutschen Sprache und Gebeutelte der Rechtschreibreform, jetzt noch mal:
Die Schreibweise des Wortes "Straße" hat überraschenderweise überhaupt nichts mit neuer Rechtschreibung zu tun. "Straße" schreibt man mit "ß", man hat es vor der Rechtschreibreform mit "ß" geschrieben, und man schreibt es immer noch so. Wenn es Leute gibt, die meinen, man müsse Straße mit "ss" schreiben, dann schreiben sie es falsch, und sie haben a) sich nicht wirklich um die Rechtschreibreform gekümmert oder b) keine Ahnung von unserer Sprache. Oder sie können nicht in Wörterbüchern oder im Internet nachsehen. 
Noch einmal - und jetzt für alle: "ß" schreibt man nach einem langen Vokal, dazu gehören auch lang ausgesprochene Umlaute (ä, ö, ü) und Diphthonge oder Zwielaute (ie, ei, eu, au).
Korrekt ist also: Straße (langes A), Gruß (langes U), Grüße (langes Ü), fließen (IE = lang), fleißig (EI = lang), scheußlich (EU =lang), außen (AU = lang), Floß (langes O) usw. Hier hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert! Diese Schreibweise gilt ohne Ausnahmen, also: Der scharfe s-Laut wird im Deutschen nach langen Vokalen (inkl. langen Umlauten und Diphthongen immer (ich wiederhole: immer!) als "ß" geschrieben. 

Was hat sich also geändert? Was wurde denn hier überhaupt rechtschreibreformiert? Achtung, jetzt kommt's: Nach einem kurzen Vokal wird der scharfe s-Laut immer (ich wiederhole: immer!) mit "ss" geschrieben. Bitte jetzt mal kurz nachdenken, dann diesen Satz nochmals lesen. 

Das bedeutet: Tasse und küssen schreibt man immer schon mit "ss" (kurzer Vokal -> scharfer s-Laut = "ss") und seit 1996 (!) eben auch bisschen (kurzes I), Tässchen (kurzes Ä), Küsschen (kurzes Ü), muss (kurzes U), Fass (kurzes A). 
Also eigentlich ganz einfach. Keine Ausnahmen. Keine!
Jetzt für die Oberschlauen, die Besserwisser, die ewigen Aber-Sager: Ja, natürlich gibt es auch immer noch das einfache S, das stimmhafte (oder weiche) S, das sich beispielsweise im Kreis herumtreibt oder bei Susi, aber auch im Zeugnis und in der Erkenntnis (Endsilbe -nis in der Einzahl, -nisse in der Mehrzahl). Hier hat sich natürlich gar nichts geändert. Alles wie gehabt.

Dann wollen wir doch mal sehen, wie viele Hits ich in einem halben Jahr über "Straße, neue Rechtschreibung" bekomme! 


Mittwoch, 11. Juli 2012

Out of Friedenau - die Schreibstube unterwegs

Vom 23. Juli bis 3. August findet montags bis freitags täglich um 13.00 Uhr ein Mittagskonzert in der Mendelssohn-Remise statt, Jägerstraße 51 (Mitte), Eintritt: kostenlos, Tickets gibt es am Tag der Vorstellung von 11 bis 12 Uhr. 
Hier kann man an einem historisch sehr spannenden Ort in wunderbarem Ambiente Klassik live erleben. Sehr empfehlenswert!

Schöner Tipp auch für Berlin-Gäste: Tickets holen, Rundgang über den Gendarmenmarkt, Konzert, vorher oder hinterher die sehenswerte Ausstellung über die Familie Mendelssohn besichtigen und von dort aus zur Friedrichswerderschen Kirche und vielleicht mal rinkieken in die schöne Skulpturenausstellung?
Unter anderem steht hier die Prinzessinnengruppe - die spätere Königin Luise und ihre Schwester Friederike, eines der schönsten Werke des Bildhauers Schadow, der auch die Quadriga auf dem Brandenburger Tor entworfen hat.

Und noch ein Tipp für die Erholung nach sooo viel Kultur: das Café im Auswärtigen Amt am Friedrichwerderschen Markt. Wunderbarer Kaffee zu zivilen Preisen, angenehme Atmosphäre, sehr freundlicher Service. 

Montag, 9. Juli 2012

Schreibtipps aus der Schreibstube

Online-Wörterbücher für Szenesprachen/Jugendsprache
Für alle, die mit dem Lesen oder Schreiben zu tun haben, die Deutsch unterrichten oder sich einfach auf dem Laufenden halten wollen - meine persönliche Hitliste:

Platz 1: 
http://szenesprachenwiki.de/words/verzeichnis/?o=l&f=
Liebevoll gestaltet - es macht Spaß, die kleinen Texte zu lesen. Super: umfangreiche Sammlung, die ständig ergänzt wird. Das Projekt von Duden Verlag und TrendBüro dient dazu, die Neuauflage des Buches vorzubereiten, das 2009 unter dem Titel "Neues Wörterbuch der Szenesprachen" erschienen ist. Hier kann man also selbst mitarbeiten! Der Ferrari unter den online-Jugendsprache-Wörterbüchern! 1a, megacool, endlaser, unfassbar töfte!

Platz 2: 
http://www.fremdwort.de/jugendsprache/jugendsprache-a.php
Als Unterabteilung des kostenlosen Online-Fremdwörterbuchs findet sich hier die Jugendsprache zwischen anderen Fremdwörterverzeichnissen. Ein Portal, das optisch nicht viel bietet und trotzdem informativ ist. Die Erklärungen sind kurz, trocken - wie in einem normalen Lexikon. Die Sparvariante für zielbewusste Leser: nützlich, aber uncool!

Platz 3: 
http://www.goethe.de/Z/jetzt/dejwort/dejwort.htm
Wie alles vom Goethe Institut kompetent und seriös: kleines alphabetisches Verzeichnis (sehr gemäßigter) Jugendsprache zusammen mit umgangssprachlichen Begriffen. Gut: die Beispiele! Geeignet für alle, die Deutsch lernen, DaF lehren und einen Einstieg in die Umgangssprache suchen. Minus: Das Wörterbuch beruht auf bestimmten Texten. Deshalb finden sich hier auch Begriffe, die weder zur Jugendsprache noch zur Umgangssprache gehören. Das irritiert etwas. Insgesamt aber guter Einstieg für Deutschlernende!
 

Und wer sich nur mal kurz aufschlauen will - hier ist der Link zu einem echt krassen Quiz: 
http://www.zeit.de/online/2009/26/quiz-szenesprachen
Viel Spaß!





Samstag, 7. Juli 2012

Höchste Eisenbahn!

Theater in vollen Zügen - der Olympia-Express rollt ab 28. Juli.

Der Autor, Chris Kurbjuhn aus Berlin-Friedenau, gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack ...

Freitag, 6. Juli 2012

Filmtipps für Anspruchsvolle

Und hier geht's mal wieder zu einer meiner Rezensionen auf www.programmkino.de:


http://www.programmkino.de/cms/links.php?id=1846

Originell und witzig ...
Viel Spaß im Kino!

Donnerstag, 5. Juli 2012

Berlinerisch

Heute mal ein prima Foto:


Kantstraße, Berlin-Charlottenburg - fotografiert von Gabriele Helbig


Jetzt wissen wir, wo wir einen künftigen Berlinern-Stammtisch veranstalten könnten!
Mit Dank an Gabi Helbig!