Samstag, 31. Dezember 2011

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Sprachgeschluder II

Ein kurzer Blick in www.tagesspiegel.de und gleich ein Treffer: "Nachdem Ideen für eine Neunutzung gescheitert waren, ordnete das Ordnungsamt mehrmals die Beseitigung des Wracks an. Doch wer ist zuständig? „Wir liegen seit vier Jahren darüber im Klinsch mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt“, sagt Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). "


Autsch! Hat hier jemand eine Wette gewonnen? (... eine Pulle Schampus, dass ich diesen Klopper durchkriege ...) Oder liegt hier einfach jemand im Clinch mit der Rechtschreibung?


(http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/abgewrackt-die-alten-schiffe-verschwinden-aus-dem-urbanhafen/6002024.html)

Montag, 26. Dezember 2011

Lieblingsclips

Für alle, die durch die Festtage etwas ermattet sind - hier kommt der ultimative Weihnachtskurzspielfilm!


Rare Exports Inc. from Woodpecker Film on Vimeo.




Samstag, 24. Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten!

... der lustigste aller Weihnachtszeichentrickkurzfilme:



Ich wünsche ein fröhliches Weihnachtsfest!

Dienstag, 20. Dezember 2011

Deutsche Sprache - janz einfach!


Vasteht man ooch in Berlin - ma ausprobiern?!

Montag, 19. Dezember 2011

Lieblingsschilder - Die Newcomer


Schild in Podersdorf/See - was für eine kultivierte Gegend!

Samstag, 17. Dezember 2011

So spricht Berlin! - Balinan füa Anfänga (3. Lektion: ick und icke)

Ick und icke
Zur Erinnerung gleich noch einmal die
Berliner Klopsgeschichte
Ick sitze hier und esse Klops.
Uff eema klopp's.
Ick staune, kieke, wundre mia,
uff eema jehtse uff, de Tüa!
Nanu, denk ick, ick denk: Nanu,
jetzt jeht se uff, erß war se ßu!
Ick jeh maraus und kieke,
und wer steht draußen? … Icke.

Abgesehen davon, dass in diesem kleinen Stückchen Poesie viele typische Eigenarten des Berliner Humors und des Berlinerischen behandelt werden, über die noch zu reden sein wird, ist das Gedicht auch dafür geeignet, sich mit der Verwendung von "ick" und "icke" zu beschäftigen.

Ein Berliner würde nämlich niemals sagen: "Icke sitze hier." - Aber warum nicht?

Der Grund: Im Berlinerischen werden "ick" und "icke" genau so verwendet wie im Französischen das Wort "je" und "moi" oder im Englischen "I" and "me". In beiden Fällen handelt es sich um das Personalpronomen "ich". Das Hochdeutsche kennt hier keine Unterscheidung. Wir sagen: "Ich gehe jetzt nach Hause!", und ebenso: "Wer geht nach Hause? - Ich!"

Es gibt Theorien, wonach diese Unterscheidung dem französischen Einfluss in Berlin zu verdanken ist. Diese Ansicht kann ich nicht unterstützen. Ich (ick) vermute eher, dass wir diese Besonderheit dem Niederdeutschen verdanken, das einen hohen Anteil am Berliner Dialekt ausmacht.

Wer es einfach mag: Verwenden Sie "icke" in unvollständigen Sätzen oder allein ohne weitere Zusätze. Also beispielsweise als Ausruf und als Frage: "Wea? - Icke?" oder in dem beliebten Berliner Leidensschrei, den normalerweise auch schon Dreijährige beherrschen: "Imma icke!"

In vollständigen Sätzen wird "ick" benutzt. Also: "Ick weeß jahnich, wattick will." ("Ich weiß gar nicht, was ich will.") oder "Wat haick dir jesacht?" ("Was hab ich dir gesagt?") oder "Ick und meene Mutta, wia beede jehn jerne schnökan." ("Ich gehe gern mit meiner Mutter Kuchen essen und Kaffee trinken.")

Gehobenes oder auch albernes bzw. selbstironisches Berlinerisch ist die absichtliche Vertauschung von Nominativ und Dativ: "Haste wieda nich uffjeräumt?" - "Wea? Mia?" statt "Wea? Icke?"

Viel Spaß mit "ick" und "icke" wünscht
Icke von umme Ecke

Freitag, 16. Dezember 2011

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Balinerisch - die Facebookseite

Uff alljemeenen Wunsch ha ick nu exra für alle Fans von dit Balinerische ne eijene Fezbuck-Seite jeschaffen. Dit Ding heeßt "Berlinern - wir wolln unsan Dialekt pflejen".

Ick freue mir schon uff eure Beitreje.

Eure pfiffje Balinerin
Icke von umme Ecke

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Montag, 12. Dezember 2011

Unterwegs mit Akribia Schlau-Meier III

"Das wäre dann genau das Klientel, das wir ansprechen wollen!", rief der Redner und weckte mich damit unsanft aus dem Halbschlaf, in den er mich schon mit den ersten Worten seines Power Point-Vortrags zum Thema "Online Marketing" versetzt hatte.

Nein, Burschi!, dachte ich. Da liegst du komplett falsch, denn 1. ist Klientel weiblich, weil abgeleitet von lateinisch "clientela", und 2. reagiert eben gerade DIE Klientel, die du vermutlich meinst, sehr allergisch auf solche Sprachschlampereien. Ich zum Beispiel.

Warum in aller Welt, im Universum und darüber hinaus wollen gefühlte 87 Prozent aller Marketingexperten unbedingt Fachbegriffe und Fremdwörter verwenden, die sie nicht beherrschen? Da reden sie von Silo-Millejöhs statt von Sinus-Milieus, planen den "Relongsch" (s. ASM II zum Thema "Lounge") oder gar den "Rilansch" und sie wollen Bereiche autsoßen statt outsourcen. Können diese Vollpfosten nicht wenigstens die Vokabeln ihrer eigenen Fachsprache auswendig lernen?

Pass bloß auf, mein Lieber, dachte ich, du bringst dich hier gerade in eine Lose-Lose-Situation ...
"Hat jemand noch Fragen dazu?" - Ich meldete mich.
"In welches Sinusmilieu würden Sie denn am ehesten IHRE Klientel einordnen?", fragte ich.
Die Antwort kam prompt: "Also, ich würde das Klientel am ehesten in AB 12, konservativ-etabliertes Millejöh bzw. B 1 - liberal intellektuelles Millejöh, intrigieren."

Treffer, versenkt - und tschüs!


Sonntag, 11. Dezember 2011

Lieblingsclips


Allen Leserinnen und Lesern einen schönen 3. Advent!

Samstag, 10. Dezember 2011

Pigor und Eichhorn

Ich freu mich schon! Heute Abend in Friedrichshagen:



Freitag, 9. Dezember 2011

Lieblingsschilder - 1. Die Klassiker

Was es alles so gibt ... der Hühnerologische Verein Görlitz

Dienstag, 6. Dezember 2011

Lieblingsclips


Alles Liebe zum Nikolaustag!

Sonntag, 4. Dezember 2011

So spricht Berlin ... Balinan füa alle, wa! (2. Lektion)

Das ßett

Heute geht es um einen leicht erlernbaren Aspekt des Berlinerischen, der sich schnell, gut und einfach im Alltag einsetzen lässt.

In Berlin wird der Buchstabe "Z" vor allem am Wort- und Silbenanfang wie "eszett" gesprochen, also als scharfes "S". Der Grund: Wir sprechen sehr gerne schnell und viel, und es ist doch sehr aufwändig und zeitraubend (ßeitraumd), den Mund für ein klar artikuliertes "Zett" so weit auseinanderzureißen, dass man eine jrüne Jurke quer essen könnte.

Für unser gemütliches ßett ist es vollkommend ausreichend, mit halb geschlossenem Munde einmal kurß durch die ßähne ßu ßischen. Demzufolge heißt es auch: Bahnhof ßoo, ßijarette, ßebrastreifen, ßwei ßitronen, ßuckaßange und ein ßentna ßement. Alles klar?

Achtung! Die vorgenannte Erläuterung bedeutet nicht, dass wir kein Zett sprechen können oder wollen! Es bieten sich durchaus Gelegenheiten, mit einem deutlichen Zett zu protzen, und zwar dort, wo es nicht hingehört - in Fremdwörtern, beispielsweise aus dem Englischen oder Französischen. Deshalb heißt es: Europazenter und Zenktre Frankzeh, wir kennzeln einen Termin, ick beßahle fuffßich zent und jeh innen zeiberschpez.
(Überjesetzung: Europacenter, Centre Francais, wir canceln einen Termin, ich bezahle fünfzig Cent und gehe in den Cyberspace.)

Als extrem albern und daher bei mancher Gelegenheit durchaus als passend gilt die eigentlich unberlinerische Variante "Zurriwurst" - aber Vorsicht! Nicht alle können sich daran erfreuen. Denn wir alle wissen: Bei die Currywurst hört für viele überßeuchte Balina der Spaß uff.

Bis ßum nächsten Mal!
Icke von umme Ecke



Lieblingsclips

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren 2. Advent!



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Nicht vergessen ... nix wie hin!

Nicht vergessen ...
Der Treffpunkt für alle, die schreiben oder schreiben wollen:
Friedenauer Autorenstammtisch am 7. Dezember um 17.00 Uhr
im Hell oder Dunkel, Laubacher Straße 28 in Berlin-Friedenau (Nähe Bundesplatz).
Diesmal ist der Reporter Rolf Kremming als Experte zu Gast.
... nix wie hin!

Lieblingsschilder - 2. Newcomer

Lutherstadt Wittenberg - wer hätte das gedacht?